Civitas Institut

Gefahr für Christen in der Türkei PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 13. Februar 2008 um 16:53 Uhr
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Die Hilfsorganisation Christian Solidarity International weißt darauf hin, daß in der Türkei gerade eine populäre Fernsehserie ausgestrahlt wird, die Christen pauschal diffamiert und als unmenschlich darstellt. Das kann furchtbare Folgen für türkische Christen haben.

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Die Fernsehserie, die offenbar in Anlehung an die ultra-nationalistische türkische Gruppe der Grauen Wölfe "Tal der Wölfe" heißt, verleumdet Christen und auf niederträchtige Art und Weise. Christen werden als Terroristen präsentiert, ihnen wird vorgeworfen, dass sie Organe verkaufen, zur Mafia gehören, Prostitution unterstützen und als Feinde der Gesellschaft arbeiten, um den christlichen Glauben zu verbreiten. 

 

Neben den Christen werden auch die Juden ähnlicher Machenschaften bezichtigt. Die Folgen dieser Verleumdungen, die immerhin zu den höchsten Einschaltquoten in der Türkei geführt haben, sind kaum zu ermessen. Schlimmste antichristliche Propaganda wird vor allem von Jugendlichen vorbehaltlos für wahr befunden und wird auch nach Gewalttaten gegen Christen als Tatmontiv angegeben. So gab der 22jährige Muslim Murat Tabuk an. dass ihn "Tal der Wölfe" zur Planung des Mordes an dem christlichen Pastor Ramazan Arkan inspiriert hätte. Auch ein 19jähriger, der am 16. Dezember des Vorjahres den italienischen Priester Adriano Franchini (65) niedergestochen hatte, gab an, von der Serie inspiriert gewesen zu sein.

 

Zu diesen beiden beiden Fällen kommen noch unzählige direkte Todessdrohungen gegen Christen in der Türkei, in denen ihnen  vorgeworfen wird, tatsächlich Organhandel und Prostitition zu betreiben. In Anlehnung an die überaus erfolgreiche Serie ist vor kurzem auch ein gleichnamiger Kinofilm gedreht worden, der in Kürze zum erfolgreichsten türkischen Film aller Zeiten avanciert ist. In diesem Film werden speziell amerikanische Soldaten bezichtigt, unschuldige Muslime zu töten, um deren Organe an einen jüdischen Arzt zu verkaufen.

 

Emine Erdogan, die Ehefrau des Premierministers, bekundete offen ihren Stolz über diesen Film.

 

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