Aus fremder Feder: Journalismus Drucken
Sonntag, den 08. April 2012 um 00:00 Uhr

„Journalismus ist die organisierte Zerstörung der geistigen Empfänglichkeit der dem Journalismus ausgesetzten Bevölkerung. Von nichts Ahnung haben und über alles mitreden, das ist Journalismus.

 

 

Das bisschen Investigative, das bisschen Schweinereiaufdecken ist angesichts der Schweinerei, die der Journalismus insgesamt verkörpert, absolut nebensächlich.

 

Die Medien zerren alles in das virtuelle Kolosseum, wo die Medienvertreter von ihren Schreibtischlogenplätzen herunterschauen und den Daumen heben oder senken. Meistens senken sie ihn.

 

Journalisten müssen zwanghaft alles beurteilen, das heißt kritisieren, weil sie ihre eigene Niedertracht sonst nicht aushielten, sie müssen alles mit ihrem eigenen Schmutz besudeln.“ (Aus: Michael Klonovsky: Land der Wunder. Roman)

 

„Was nämlich in Deutschland und im gesamten verfaulten Westen allen Ernstes als „Journalismus“ oder gar „Qualitätsjournalismus“ betitelt wird, ist nicht weiter als eine erbärmlich stinkende Güllegrube. Journalisten und der Journalismus als solcher sind der Erzfeind von allem, was menschliche Würde, Ehre, Stolz und Anmut bedeuten.

 

Der Journalismus wird weit überwiegend bevölkert von Barbaren, die ihren Lebensunterhalt mit Denunziantentum, Heuchelei, Doppelmoral, Gesinnungshurerei, infantilisierender Massenverblödung, Dreckschleuderei und dem Wühlen in anderer Leute Biographien verdienen, bis hin zum Wühlen in Kindheitsgeschichten.“

 

(Lion Edler: Der Aufstieg zur ersten Gewalt. Warum „Bild“ und „taz“ Wulff und Trittin vorführen. In: eigentümlich frei, Ausgabe April 2012, S. 12ff.)